Krisenursachen
Eine Ebene höherWie entstehen Unternehmenskrisen? Warum kommt es zu Firmenzusammenbrüchen?
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Es gibt viele Gründe für <a href="../krise">Unternehmenskrisen</a>. Man unterscheidet äussere (exogene) und hausgemachte (endogene) Krisenursachen. Exogene Faktoren, wie Naturkatastrophen oder technologische Entwicklungen, die zu neuen Marktgegebenheiten führen, lassen sich vom Unternehmen nicht beeinflussen. Allerdings kann das Unternehmen durch sorgfältige Beobachtung und gute Kenntnisse der Regelsysteme der Märkte und deren Auswirkungen, Signale erkennen und darauf reagieren. Demgegenüber sind endogene Faktoren in der Regel Managementfehler. Sie sind selbstverursacht und könnten durch ein konsequentes Controllingsystem rechtzeitig erkannt und abgewehrt werden.
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Interne Faktoren
- Interne oder endogene Faktoren sind in der Regel Managementfehler, Führungsschwächen oder ungenügende Strukturen. Sie sind selbstverursacht (oder "geerbt") und könnten durch ein konsequentes Controllingsystem (vergl. <a href="../basel2">Ratingsystem nach Basel II</a>) häufig rechtzeitig erkannt und abgewehrt werden. <p> Krisen die intern ausgelöst wurden, sind für den Unternehmer in der Regel etwas schmerzhaft. Eigene Fehler erkennt man ungern. Der 'Markt' gibt vielen die Erklärung, dass <a href="../extern">das Problem ja von aussen</a> kam und nicht von innen und folglich auch nicht selbstverschuldet ist, da die äusseren Einflüsse nicht kontrollierbar sind. Es handelt sich hier aber nicht um ein Problem der Schuldzuweisung sondern vielmehr der Problemerkennung und eines angemessenen Reagierens. <p> Fehler sind nicht schlimm. Aus Fehlern nichts zu lernen ist schlimm.
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Externe Faktoren
- Externe Faktoren können eine Feuersbrunst, eine Naturkatastrophe oder eine schwere Krankheit des Geschäftsführeres sein. Je nach Situation und Branche kann man sich darauf vorbereiten, man kann teils Versicherungen abschliessen, letztlich gefeit dagegen ist aber niemand. Solche Krisen können allen passieren. <p> Es gibt aber auch externe Faktoren, die letztlich hausgemacht sind: Die Globalisierung, damit zusammenhängende Marktveränderungen und umwälzende technische Entwicklungen sind als Entschuldigungen schnell zur Hand, wenn es darum geht Krisen zu erklären. <p> Obwohl die Krisen möglicherweise tatsächlich auf diese Phänomene zurückgeführt werden können, sind sie doch nicht unbedingt deren Ursache. Ein guter Unternehmer zeichnet sich ja gerade eben dadurch aus, dass er solche Entwicklungen erkennt und rechtzeitig und geschickt darauf reagiert. <p> Die Problematik liegt viel mehr darin, dass die Veränderungen oder deren Ausmass nicht erkannt wurden. Dies nicht mit Absicht, sondern eher fahrlässig. Hand aufs Herz, ist es nicht so, dass viele Firmen gar nicht mehr wissen was ihr Konzept ist, ihre Vision oder ihre Geschäftsidee? Man macht das was man macht, und weil man es immer schon so gemacht hat, macht man das halt immer mehr und vielleicht immer besser. Da darf man sich dann nicht wundern wenn das Konzept nicht mehr aufgeht. Es ist tatsächlich so, dass die Märkte sich laufend verändern. Man kann sogar sagen, dass die stetige Veränderung eigentlich die einzige Kontinuität in unserem Umfeld geworden ist. In einem solchen Umfeld ist jemand, der kein Konzept hat auf verlorenem Posten. Wer seinen Markt und die Regelsysteme die diesen steuern und treiben nicht kennt, wird wichtige Marktveränderungen zu spät erkennen. Und da gilt dann Gorbatschows berühmter Satz: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben...." Genaugleich muss man sein eigenes Unternehmen so gut kennt wie seinen Hosensack. Nur so kann man rechtzeitig sein Geschäft fit machen für neue Herausforderungen. <p> Anstatt von exogenen Krisen zu reden, könnte man auch sagen: Wenn es in einem Unternehmen nicht mehr klappt, so liegt es meist am fehlenden Konzept. Oder anders: Gute Businesspläne haben durchaus ihren Sinn.
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Nachfolgeregelung
- Untersuchungen zeigen, dass angeblich jede vierte Nachfolgeregelung in eine Unternehmenskrise einmündet. Gründe werden darin gesehen, dass die Nachfolge schlecht vorbereitet wurde, der Nachfolger für seine Aufgabe nicht genug gerüstet war. Und sehr häufig ist zu beobachten, das längst latente Krisen mit der Nachfolge eskalieren. <p> In den nächsten Jahren wird die "Gründergeneration" im KMU-Bereich ihre Nachfolge regeln müssen. Damit werden diese Fragen und die damit zusammenhängenden Problemstellungen an Bedeutung gewinnen.
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BASEL II
- BASEL II so wird die neue Eigenkapitalvereinbarung des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht genannt. <p> Das übergeordnete Ziel aller Banken besteht im Kreditgeschäft darin, risikogerechte Zinssätze durchzusetzen. Dies kann teilweise zu einer Bereinigung der Kreditportfolios führen. <p> Für die Kreditnehmer hat dies hauptsächlich zur Folge, dass ihre Bonität neu nach einem individuellen Rating ermittelt wird. Ein solches Rating kann eine Chance sein, für Unternehmer, denn ein Rating ist ähnlich wie die Gesundheit - man wird erst bei einer Verschlechterung darauf aufmerksam. Andererseits sehen Kritiker darin eine Gefahr für viele KMU. Diese seien oft nicht in der Lage die geforderten Zahlen zu liefern zudem würden Zahlen alleine noch keine Aussagen über das Geschäft machen. Die Folge würden Kreditkürzungen und Firmenzusammenbrüche sein.
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Die 10 Todsünden
- Dr. Karl Niehues beschäftigt sich seit langen mit der Frage, warum die einen Unternehmer erfolgreich sind und die anderen Unternehmer Pleite machen. Hier seine Ergebnisse – und seine Erfolgstipps.
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Geschäftsrisiken
- Um Probleme möglichst frühzeitig zu erkennen und ausschalten zu können, müssen die eingegangenen Risiken genau bekannt sein. Wer seine Risikopotentiale nicht kennt, kann nicht sehen wenn Gefahr droht. Grundsätzlich können Geschäftsrisiken wie folgt unterteilt werden: